30 Wochen – 30 Filme – Nr.14

Nr.14Fragen

Ein neuer Samstag, eine neue Frage. Diesmal geht es um „die schönste Filmmusik aller Zeiten“. Die Auswahl ist natürlich riesig. Leider so riesig, dass ich mich unmöglich auf einen Soundtrack beschränken kann. Deswegen nenne ich hier mal nicht meinen Lieblingssong aus einem Film oder das beste Musikstück der Kinogeschichte, sondern mache ein Special zu meinem Lieblings-Film-Komponisten. Ich würde jedoch lügen, wenn die Auswahl dadurch nur noch sehr klein wäre. Am Ende traf ich zwar eine sehr konservative Entscheidung, aber dieser Komponist begleitet mich schon gefühlt das ganze Leben und konnte deshalb nur hier aufgeführt werden.

  • Einfach, aber genial

Vielleicht könnt ihr euch schon denken, um welchen Komponisten es heute geht. Noch nicht? Dann werfe ich hier einfach mal ein paar Stichworte rein: Star Wars, E.T., Indiana Jones, Schindlers Liste, Jurassic Park, Harry Potter usw. Es geht natürlich um John Williams. Zugegeben, die Soundtracks dieses Mannes sind nicht die absolut komplexesten. Allerdings schafft es kaum ein anderer die Musik so passend zum Film zu komponieren. Könntet ihr euch einen Darth Vader ohne seinen ikonischen „Imperial March“ vorstellen? Oder das Auftauchen des weißen Hais, ohne diese markanten zwei Töne. Die Musik von John Williams verhält sich ganz nach dem Motto:“Geht ins Ohr, bleibt im Kopf“. Dass jeder Dorfverein die Noten nachspielen kann (mal besser, mal schlechter), ist für mich kein Grund diese Musik abwertend zu betrachten. Die Kunst, ein Stück Musik zu erschaffen, welches perfekt auf die dargestellten Szenen passt, sollte nicht zu sehr unterschätzt werden.

  • Gibt´s den zweiten Williams?

Der 5-fache Oscar-Gewinner hat jedoch ein Problem: Er (und die meisten seiner Kollegen) sind ziemlich alt geworden. Williams komponiert eigentlich nur noch, wenn ein neuer Star Wars-Film erscheint oder Steven Spielberg einen neuen Streifen dreht. Andere (wie z.B. Hans Zimmer oder Enrio Morricone) haben entweder auch einen Stamm-Regisseur für ihre Zusammenarbeit oder komponieren immer weniger für das neue Kino. Passend dazu gibt es bei Youtube einen sehr gelungenen Beitrag. Vor einiger Zeit wurden da Passanten auf der Straße gefragt, ob sie eine bekannte Filmmelodie nachsingen können. Die üblichen Verdächtigen (nicht der Film) waren natürlich dabei und John Williams Werke wurden etliche Male vorgetragen. Eines hatten sie jedoch alle gemeinsam. Keines der gesungenen Stücke stammte aus einem aktuellen Blockbuster-Film. Oder fällt euch der Titelsong zu Avengers und Co. ein? Es scheint so, als würden die klassischen Komponisten im aktuellen Hollywood immer weniger gebraucht werden. Meistens ist die Titelmelodie vollkommen 08/15 oder ein berühmter Song der Popmusik. Gerade letzteres fällt immer mehr auf. Bei manchen Filmen (z.B. „Baby Driver“) klappt das auch ganz gut. Bei anderen (besonders „Suiziad Squad“) verwenden diese großen Stücke der Musikgeschichte ohne jeglichen Sinn. Diese Entwicklung finde ich sehr bedenklich. Anders sieht es aber im Serien-Genre aus. Durch die immer wieder kehrenden Intros, haben es ein paar Stücke in die aktuelle Popkultur geschafft. Melodien aus z.B. „Game of Thrones“ beweisen, was Musik alles schaffen kann, wenn sich ein Komponist wirklich Gedanken machen kann. Musik sollte wieder ein essentieller Bestandteil des Mediums „Film“ werden. Demensprechen hoffe ich auf ein großes Comeback der Filmkomponisten in den nächsten Jahren, damit wir die Kunst der Nachfolgegeneration von John Williams und Co. noch lange im Kino hören können.

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3 Kommentare zu „30 Wochen – 30 Filme – Nr.14

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